Geschichte der Genossenschaft in Pößneck

1949 - 1959

Gründungen von AWG ' n in den Pößnecker Betrieben

was war eine AWG ?

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Im Jahre 1955 wurde im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues der Genossenschaftsgedanke auch in Pößneck geboren. Als erste derartige Genossenschaft wurde vom damaligem „Karl-Marx-Werk“, einem graphischen Großbetrieb die Arbeiter-Wohnungsgenossenschaft, kurz AWG „Karl-Marx-Werk“ gegründet. Von dieser AWG wurden in diesem Jahr der Bau der Wohnhäuser Nr. 4 und Nr. 6 in der Dietzstraße begonnen.

Der Bezug der ersten Wohnungen erfolgte dann feierlich im Jahre 1956.

Dem Beispiel der Karl-Marx-Werker folgten dann die Betriebe „Berggold“ (Schokoladenfabrik) und das „Volltuchwerk“ im Jahre 1957. Beide gründeten ihre AWG’n und erbauten in der Gabelsberger Straße Nr. 2 bis 4 zusammen 8 Wohneinheiten für ihre Mitarbeiter. Dieser Baumaßnahme schloss sich dann die AWG „Karl-Marx-Werk“ an und errichtete ebenfalls in der Gabelsberger Straße weitere 8 Wohnungen.

1960 - 1972

 Gründung der ZAWG

Gemeinsam geht es besser, unter diesem Aspekt wurden im Jahre 1960 die kleineren betrieblichen AWG’n zur „Zentralen Arbeiter-Wohnungs-Genossenschaft“ in Pößneck vereinigt. Im Ergebnis der Baumaßnahmen konnte die ZAWG im Jahre 1961 insgesamt 144 Wohnungen aus Neubau während der Zeit zwischen 1959 und 1961 ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen.

Bereits 3 Jahre später – 1964 – konnte auf die stolze Bilanz von 180 Wohnungen im Pößnecker Norden und 52 Wohnungen im Süden Pößnecks durch genossenschaftliche Baumaßnahmen nach Kriegsende geblickt werden. Natürlich waren die Genossenschaften nicht die einzigen Bauherren. In Pößneck entstanden im sozialen Wohnungsbau in dieser Zeit 102 Wohnungen, davon 30 durch die „Maxhütte“ Unterwellenborn. Im privaten Wohnungsbau wurden 39 Wohnungen / Häuser gebaut und 47 Wohnungen um- und ausgebaut. Letztendes bauten auch Betriebe der Landwirtschaft, die LPG’n in Pößneck 12 Wohnungen.

Die Genossenschaften trugen somit bis 1964 mit 232 Wohnungen von insgesamt 432 über die Hälfte der Beschaffung von Wohnraum für Pößnecks Einwohner bei. Pößneck hatte zu diesem Zeitpunkt 19.656 Einwohner in 7.954 Haushalten.

1973 - 1975

Grundsteinlegung in Pößneck-Ost und Fertigstellung des neuen Wohngebiete

 

Die Zeit bis 1973 war vom individuellen Baugeschehen anderer Bauträger und der Vorplanung für ein Neubaugebiet geprägt, bis es dann am 17. März 1973 zur Grundsteinlegung in diesem in Pößneck-Ost kam.

Die Bewerber für die Genossenschafts-Wohnungen leisteten vor Ort aktive Arbeit – und wo das nicht möglich war – in ihren Betrieben. Die erwirtschaften Gelder flossen dann diesem Wohnungsbau zu. Diese Notwendigkeit war bei den Nutzern der „staatlichen Wohnungen“ (heute GWG - kommunale Eigentum) nicht gegeben.

 Am 26.09.1975 erfolgte die Übergabe des Blockes 11, des letzten Blockes an seine Mieter. In Pößneck-Ost entstand somit auf der „grünen Wiese“ vor der Stadt ein Wohngebiet mit 858 Wohnungen, von denen 546 im Eigentum der Genossenschaft standen.

Fotos: aus VOLKSWACHT Vk. N. Klimpke                                        Bilder zum Vergrößern anklicken

1976 - 1989

Die Genossenschaftler gestalten ihre Genossenschaft in Pößneck

 

In dieser Zeit kehrte der Alltag in das neue Wohngebiet ein. Die Genossenschaftsmitglieder gestalteten in Pößneck-Ost und auch den anderen Wohngebieten ein wohnliches Umfeld und wirkten aktiv an Baumaßnahmen und Verschönerungen mit.

1990 - 1991

Gründung der Wohnungsgenossenschaft Pößneck WP e.G.

Mit der politischen Wende mußten neue Wege gesucht werden, um die Genossenschaft zu erhalten.

     

Die Wohnungsgenossenschaft Pößneck e.G. wurde 1991 gegründet. Damit trat sie die Rechtsnachfolge der ZAWG an. Die Vorbereitungen zu der Gründungsversammlung liefen aber bereits 1990 an. So wurde in einer Mitgliederversammlung am 05. Dezember die Satzung beschlossen und über die Fortführung der Genossenschaft beraten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Genossenschaft 888 Wohnungen im Eigentum.

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1992 - 1999

Einstieg in die Marktwirtschaft des Wohnungswesens und Modernisierung der Häuser und Wohnungen aller Wohngebiete

 

Bei der Sanierung der WP-Wohnungen wurde durch die Umsetzung neuer Ideen aus einem eintönigen, langweiligen Wohngebiet eine ansehnliche Wohnanlage. Eine der Maßnahmen, die eine hohe Akzeptanz fand, war, daß in den folgenden Jahren an 120 ursprünglich balkonlosen Wohnungen Balkone angebaut wurden. Die Betonfassaden im Neubaugebiet wurden wärmegedämmt und in allen Wohnungen wurden Modernisierungen vorgenommen.

In die Sanierung und Modernisierung der Wohnungen, in die attraktive Gestaltung der Außenflächen sowie in zahlreiche neue Stellflächen hat die WP in der Zeit von 1991 bis 1998 38 Millionen Mark investiert. In dieser Zeit wurden zahlreiche Wohnungen im Zuge des Altschuldenhilfegesetzes aus dem Bestand privatisiert.

2000 - 2005

Neubau von Mehrfamilienhäusern im Mittelweg und Schaffung von Parkplätzen

Im Jahre 2000 hat die WP die 900 WE-Grenze überschritten. Ein wichtiger Schritt dazu war die Neuerrichtung zweier Wohngebäude am Mittelweg.
  

Ein modernes Acht-Familien-Haus wurde bereits im November 1998 fertig gestellt. Weitere zwölf WE, die 1999 folgten, waren bereits einige Monate vor ihrer Fertigstellung vergeben.

Der Kauf von Grundstücken ermöglichte es, Stellplätze für PKW zu errichten und den Mitgliedern in ausreichender Menge zu Verpachten. Am 03.07.2004 wurde die zweite Parkplatzfläche an der Rosa-Luxemburg-Straße feierlich an die Nutzer übergeben.

2006

 Verschmelzung der beiden Genossenschaften von Pößneck und Triptis

Mit dem Ziel, die bestmögliche Förderung aller Mitglieder auf Dauer sicherzustellen, sowie eine optimale Bewirtschaftung der Wohnungsbestände zu gewährleisten, kam es 2006 zur Verschmelzung mit der Wohnungsgenossenschaft „Frohe Zukunft“ Triptis e.G. Der Wohnungsbestand wurde damit um 108 erhöht.

 2006 - 2010

Modernisierung, um gehobeneren Ansprüchen gerecht zu werden

    

 Im Jahre 2006 wurde ein weiterer Block, der keine Balkone hatte, mit verglasten Balkonen

nachgerüstet. Die Modernisierung an diesem Block beinhaltete aber auch den Anbau von 6 Aufzügen. Ein Aufgang mit 18 Wohnungen wurde behindertengerecht ausgebaut. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde auch die Heizungsanlage erneuert und auf dem Dach eine Fotovoltaicanlage aufgebaut.

Diese Wohnungen erfreuten sich so großer Nachfrage, dass in den Jahren 2007 und 2008 ein weiterer Block ebenso modernisiert wurde.

Weitere Modernisierungen folgten in den Jahren 2008 und 2009 durch Anbau von Balkonen mit Wintergartencharakter und Aufzügen an einem weiteren Block in Pößneck Ost. Ebenso wurden in diesem Wohnbereich Parkplätze für unsere Mieter geschaffen und an diese vermietet.
Im Jahre 2010 erfolgte die Modernisierung des etwas älteren Blockes unterhalb der Altenburg. Hier wurden großzügige Balkone angebaut, von denen eine wunderschöne Sicht auf die Stadt Pößneck möglich ist.

2011 bis heute
  Nachhaltige Investitionen und Reparaturen erhöhen den Gebrauchswert der Gebäude und der Wohnungen sowie des Wohnumfeldes
Um nicht mit der demographischen Entwicklung im Pößneck mitzugehen, wurde in der vorhandenen Gebäudesubstanz vieles erneuert und verbessert. So wurde erreicht, daß der Leerstand kontinuierlich unter 5 % war, weil eben die Wohnungen besser vermietet werden konnten. In Pößneck Süd wurden Balkone angebaut und das Umfeld des Wohnblocks verbessert. Auch in Pößneck Nord wurden Fassaden gestaltet, Balkone angebaut und Sanierungs- sowie Erweiterungsarbeiten am Kinderspielplatz gemacht. Dies alles kam nicht nur bei den Mitgliedern  der jeweiligen Wohngebiete an.

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